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Was sie im Spiegel sah, wirkte seltsam verschwommen, das blonde Haar farblos, fast bleich und die Konturen ihres Gesichtes schienen sich merkwürdigerweise zu bewegen. Ihr war schwindlig, sie schwankte. Krampfhaft hielt sie sich am Waschbecken fest. In immer dichteren Wellen stieg Übelkeit in ihr auf, drängte hoch nach oben. Die junge Frau beugte sich vor und erbrach sich. Wieder und wieder. Schon fühlte sie etwas wie Erleichterung, da packten harte Hände ihren Nacken und stießen sie mit dem Kopf nach vorn in das Becken …
Aische lebt mit ihr Cousine Hatice in einer Berliner WG und genießt das Leben. Dann gibt es zwei tote junge Frauen im unmittelbaren Umfeld. Beide Studentinnen geraten in einen Sumpf aus Kriminalität, arabischen Clans, rechter Szene, Islamismus und korrupter Politik – und in größte Gefahr. Nach „Der Tod allein ist keine Frau“ der zweite packende Thriller um die junge Deutschtürkin Aische Ylmaz.
Rezension
„Blauer Tod Berlin“ – Wenn die Hauptstadt ihre dunklen Seiten zeigt
Rezension
Mit „Blauer Tod Berlin“ legen Heiger Ostertag und Carola Seeler ihren zweiten gemeinsamen Polit-Thriller vor – und schicken ihre junge deutsch-türkische Protagonistin Aische Ylmaz diesmal mitten hinein in die Abgründe der Hauptstadt.
Eigentlich könnte das Leben leicht sein. Aische wohnt gemeinsam mit ihrer Cousine Hatice in einer Berliner WG. Beide studieren, genießen ihre Freiheit und das pulsierende Leben der Metropole. Doch die Normalität endet abrupt: Zwei junge Frauen aus ihrem unmittelbaren Umfeld sterben.
Was zunächst wie eine rätselhafte Folge von Verbrechen erscheint, zieht Aische und Hatice immer tiefer in ein gefährliches Geflecht aus Kriminalität, Clanstrukturen, rechter Szene, Islamismus und politischer Korruption. Plötzlich sind die beiden Studentinnen nicht mehr nur Beobachterinnen. Sie geraten selbst ins Visier – und schweben in größter Gefahr.
Ostertag und Seeler greifen damit erneut Themen auf, die weit über einen klassischen Kriminalfall hinausreichen. Berlin wird zur Projektionsfläche gesellschaftlicher Konflikte, politischer Extreme, persönlicher Machtinteressen und ideologischer Verwerfungen.
Der Thriller verspricht dabei keine gemütliche Ermittlungsarbeit, sondern eine Geschichte, in der unterschiedliche Milieus aufeinanderprallen und die Grenzen zwischen Überzeugung, Macht und Verbrechen zunehmend verschwimmen.
Ein Thriller mit gesellschaftspolitischem Zündstoff. Ein Thriller über Berlin, politische Extreme und gefährliche Verstrickungen – und über eine junge Frau, die erneut erfahren muss, dass hinter scheinbar klaren Fronten eine wesentlich dunklere Wirklichkeit lauern kann.
Das Werk verspricht Spannung mit gesellschaftspolitischem Hintergrund – und führt seine Leserinnen und Leser dorthin, wo die schillernde Hauptstadt ihre Schattenseiten zeigt.
Aische Ylmaz ist zurück.
Bereits in „Der Tod allein ist keine Frau“ stand die junge Deutschtürkin im Mittelpunkt. Damals führte sie der Mord an einer Freundin im beschaulichen Passau hinter die Fassaden einer vermeintlich wohlanständigen Gesellschaft.
Mit „Blauer Tod Berlin“ verlagert das Autorenduo seine Geschichte nun in eine Metropole, in der politische und gesellschaftliche Spannungen unmittelbar aufeinanderprallen – und in der die dunklen Seiten einer Großstadt zur bedrohlichen Kulisse werden.
Die Autoren
Dr. Heiger Ostertag ist promovierter Historiker und ehemaliger Offizier der Bundeswehr. Seit Ende der 1980er-Jahre ist er schriftstellerisch tätig und hat zahlreiche Romane sowie historische Werke veröffentlicht. Einen besonderen Schwerpunkt seiner Arbeit bilden Geschichte, Zeitgeschichte und politische Themen.
Ostertag gehört seit vielen Jahren der Gruppe 48 e. V. an und engagiert sich dort auch für die Förderung der deutschsprachigen Literatur.
Carola Seeler lebt in Lübeck und arbeitet als Schriftstellerin, Trainerin und Seminarleiterin. Neben Romanen und Sachbüchern veröffentlicht sie Kurzgeschichten und Kriminalliteratur.
Seit September 2025 ist sie 2. Vorsitzende der Gruppe 48 e. V.. Außerdem gehört sie den Mörderischen Schwestern und der GEDOK Schleswig-Holstein an. Zu ihren Veröffentlichungen zählen unter anderem der Roman „Einmal Haithabu und zurück“ sowie – gemeinsam mit Heiger Ostertag – „Der Tod allein ist keine Frau“.
Damit stammt „Blauer Tod Berlin“ aus einem Autorenteam, das mir persönlich durch die gemeinsame Arbeit in der Gruppe 48 bestens vertraut ist: zwei Kolleginnen und Kollegen, die Literatur nicht nur selbst schreiben, sondern sich seit vielen Jahren auch engagiert für Literatur und Autorinnen und Autoren einsetzen.
Ein Thriller mit gesellschaftspolitischem Zündstoff
Ein Thriller über Berlin, politische Extreme und gefährliche Verstrickungen – und über eine junge Frau, die erneut erfahren muss, dass hinter scheinbar klaren Fronten eine wesentlich dunklere Wirklichkeit lauern kann.
Das Werk verspricht Spannung mit gesellschaftspolitischem Hintergrund – und führt seine Leserinnen und Leser dorthin, wo die schillernde Hauptstadt ihre Schattenseiten zeigt.
Heinz Flischikowski
Rezension BTB Flischi